Schuldiskussion der Grundschule Hamminkeln

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SPD-Hamminkeln

Worum geht es bei der Diskussion um die Schulsituation in Hamminkeln

Es geht um die Sachebene, einen Austausch von Argumenten, um dann Entscheidungen zu treffen. Und die Fakten, die manche heute nur schwer ertragen können. Schauen wir auf das, was vorliegt:

Belegt ist, dass eine Sanierung am jetzigen Schulstandort nicht unter 25 Mio. Euro zu haben ist. Das ist auch der FWI bekannt. Das schreiben leider auch die Sammler gegen den Neubau der Grundschule nicht. Es wird einfach behauptet, Sanierung ist erheblich kostengünstiger. Ohne jeglichen Beleg. Man muss mit Baukostensteigerungen rechnen! Natürlich gilt dies  auch für eine Sanierung und für den Neubau des Kindergartens. Von Herrn Wente wird das verschwiegen, wenn er die, angebliche Koalition, angreift. Wir verschweigen das nicht. Ebenso ignoriert er die Tatsache, dass bei einer Sanierung so manche teure Überraschung im Gebäude steckt. Siehe Ringenberg.

Die SPD wird keiner Sanierung, die nur unwesentlich günstiger scheint, zustimmen. Denn in einem Altbau muss man in den nächsten Jahren mit erheblichen Sanierungskosten und Instandhaltungskosten rechnen. Da werden die 25 Mio. Euro nicht ausreichen. Die Vorgaben der Montagsstiftung, vom Rat beschlossen, sind in der Sanierungsvariante nicht in der nötigen Tiefe umsetzbar. Dafür gibt es zumindest Aussagen von Fachleuten.

Die hohen Investitionen sind eine Einzahlung in die Zukunft Hamminkelns. Und natürlich zahlen auch noch nachfolgende Generationen an den Krediten mit. Diese haben aber auch den größten Nutzen daraus. Auch in Dingden und Brünen muss in die Gebäude der Grundschulen investiert werden. Das ist aber nicht der Grund für die Finanznot der Stadt Hamminkeln.

Was ist denn die Alternative? Nicht mehr in die Zukunft einer Stadt zu investieren, nur weil Land und Bund die Kommune Hamminkeln dauerhaft unterfinanzieren! Oder wollen die, die nach Wirtschaftlichkeit schreien, weniger Schulstandorte anbieten? Das wäre eine erhebliche Kostensenkung und wirtschaftlich die richtige Alternative. Bei Investitionen in Bildung kann aus Sicht der SPD der Wirtschaftlichkeitsaspekt nicht das Entscheidungskriterium sein. Die SPD steht zu allen Grundschulstandorten in Hamminkeln. Auch in dem Bewusstsein, dass dies mit eheblichen Kosten verbunden ist.

Das Argument der zentralen Lage der bisherigen Grundschule ist nur stichhaltig, wenn an noch in dem Hamminkeln der 70iger Jahre stehen geblieben ist. Weniger Autos und weniger Einwohner. Die neue Schule liegt nicht im Außenbezirk, wenn man die heutige Karte Hamminkelns zu Grunde legt. Manche müssen weiter laufen, viele weniger. Aber sicherer ist der neue Standort. Das werden alle Schülerlotsen bestätigen. Die Verkehrssituation am jetzigen Standort war und bleibt eine Katastrophe.

Ein Neubau ist auch aus energetischer Sicht die zukunftsfähigere Maßnahme. Lassen Sie sich mal die Energiekosten und die Kosten eines sanierten Altbaus gegenüberstellen. Die gerade in der heutigen Zeit so viel diskutierte Lüftungstechnik ist in dem Altbau nicht umsetzbar. Nur eine umfassende zentrale Lüftungstechnik ist eine wirkliche Verbesserung für das Raumklima. Fenster öffnen und mobile Luftreiniger sind nur eine Notlösung.

Eine Matrix, die von einem Architekten und einer externen Beratung durch die Verwaltung in Auftrag geben wurde, kommt zu dem Schluss, dass die Neubauvariante an der Diersforter Straße die wirtschaftlichste und pädagogisch sinnvollste Lösung ist.

Das hat die SPD überzeugt.

Es sind die Sachargumente, die dafür sprechen. Wenn man allerdings „alternative Fakten“ aufzeigt, die aus dem Zusammenhang gerissen sind und Expertenmeinungen grundsätzlich in Frage stellt, kann man allerdings auch zu anderen Ergebnissen kommen. Das ist der Zeitgeist, aber nicht der Stil der SPD-Fraktion, um für die Bürger in Hamminkeln verlässliche Politik zu machen!

Jörg Adams (Fraktionsvorsitzender)