Wolfsgebiet Schermbeck: Kerstin Löwenstein wirbt für Herdenschutzantrag

Die designierte Landtagskandidatin der SPD, Kerstin Löwenstein, hat Charlotte Quik von der CDU aufgefordert, dem Herdenschutzantrag ihrer Partei im Landtag zuzustimmen. „Die Probleme der Weidetierhalter in Wolfsgebieten sind seit langem bekannt. Wir müssen deshalb langfristig alle potenziellen Beutetiere schützen, Anschaffungs- wie laufende Kosten begleichen und bereits dort tätig werden, wo der Wolf möglicherweise erst noch zuschlägt“, fasst Löwenstein drei große Punkte des Antrags zusammen.

 

Aktuell berät der Umweltausschuss die Forderungen der SPD-Landtagsfraktion. Dazu wird es in der Sitzung am 27. Oktober ein Expertengespräch im Landtag geben. „Nach den positiven Signalen von Frau Quik und meiner Sprecherkollegin Frau Winkelmann bei der Veranstaltung in Schermbeck gehe ich schon davon aus, dass sie unserem Antrag zustimmen werden“, hofft SPD-Landtagsabgeordneter René Schneider. Gemeinsam mit Löwenstein hatte er bereits im Frühsommer den Antrag vorgestellt. Er war das Ergebnis intensiver Diskussionen mit Weidetierhaltern und Naturschützern in ganz Nordrhein-Westfalen.

Der Schutzstatus des Wolfes sei sehr hoch, weshalb es nicht so leicht gehe, einzelne Wölfe zu entnehmen. „Dazu müsste die Umweltministerin unter anderem mal sagen, wann der wirtschaftliche Schaden so hoch geworden ist, dass eine Entnahme vom Bundesnaturschutzgesetz gedeckt ist“, erinnert Schneider an Diskussionen im Umwelt-ausschuss.

 

Markige Sprüche im Wahlkreis nutzten wenig, so lange in Düsseldorf keine Taten folgten. „Den extremen Stress und den Mehraufwand können wir den Weidetierhaltern leider aktuell nicht nehmen. Die finanziellen Sorgen schon“, sagt Landtagskandidatin Kerstin Löwenstein und wirbt damit um Zustimmung von CDU und FDP im Landtag.