Das Wiegesystem soll beibehalten werden

„Das Wiegesystem soll beibehalten werden, weil es ökologisch und wirtschaftlich unschlagbar ist.“ 

Diese Auffassung vertreten SPD und Grüne. Das System wurde stetig verbessert und dies ist auch für die Zukunft vorgesehen. Die beiden Fraktionsvorsitzenden Johannes Flaswinkel und Jörg Adams sind sich einig, dass es Zeit ist, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen:

– die gesetzlichen Vorgaben werden erfüllt

– es ist das System mit den stärksten Anreizen zur Mülltrennung und Kostensenkung

– Abfallvermeidung in Hamminkeln ist kreisweit am stärksten

– das Wiegesystem ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger am günstigsten. Alle Volumensysteme sind deutlich teurer, wenn man alle Zahlen vergleicht und nicht Rosinenpickerei betreibt.

– sehr hohe Sammelquoten bei den Wertstoffen (Papier und Glas)

– getrennter Müll senkt die Kosten am Asdonkshof und erhöht die Verwertbarkeit alle Müllarten

– verursacherbezogene Abrechnung

– Selbstkontrolle des Bürgers

SPD und Grüne können sich folgende Verbesserungen vorstellen:

Statt der Einführung einer neuen kostenintensiver braunen Tonne kann man das System verbessern, indem man in den Ortsteilen, zusätzlich zur Annahme an der Güterstraße, 14 -tägige Abgabetermine für Bioabfall anbietet. Das wäre ein kostengünstiger Servicegewinn und würde den Anteil von Fahrten nur für Biomüll noch mal deutlich reduzieren. Und der immer wiederholte Ansatz mehr Biomüll in Hamminkeln würde die Ökologie verbessern ist auch falsch, da die geplante Biogasanlage zusammen mit dem Kreis Viersen betrieben wird und die Anlage somit schon ausgelastet ist. Mehr Biomüll wird dann nur herkömmlich kompostiert. Ökologischer Zusatznutzen gleich Null.

Die Windelentsorgung wird auf ein Holsystem umgestellt. Wobei den Betroffenen im Idealfall kostenfreie Windelsäcke zur Verfügung gestellt werden, die zusammen mit der grauen Tonne abgeholt werden. Die Mehrkosten halten sich in Grenzen und es ist eine weitere deutliche Verbesserung des etablierten Systems.

Die Planungen eines eigenen Wertstoffhofes gibt es schon länger. Sollte es ein entsprechendes Grundstück geben, wäre auch das ein weiterer Aspekt, das System in Hamminkeln noch zu verbessern, um den Müll kostengünstig und soweit möglich, ökologisch zu behandeln.

Ein bewährtes System aufzugeben, nur weil einige mehr Komfort haben wollen und die Ökologie als Scheinargument anzuführen, dafür stehen die zwei Parteien nicht zur Verfügung. Sachliche weitreichende Argumente für einen Systemwechsel sind nicht, schon gar nicht seit dem 01.11.2020, vorgebracht worden. Nach der Auffassung von Jörg Adams und Johannes Flaswinkel gibt es die auch nicht.