Stellungnahme unseres Fraktionsvorsitzenden Jörg Adams zur Rathausbebauung

Stellungnahme unseres Fraktionsvorsitzenden Jörg Adams zur Rathausbebauung in Hamminkeln:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
aus Sicht der SPD Fraktion, muss man zu Bebauung am Rathaus mit offenen Karten spielen und nicht den Bürgern Alternativen vorgaukeln, die so nicht realistisch sind.

Zum wiederholten Mal wurde von Seiten „unzufriedener Bürger“ der Vorschlag formuliert, bei der Bebauung neben dem Rathaus auf bezahlbares Wohnen zu setzen.

Wie der Bürgermeister schon im HFA ausgeführt hat, gab es schon kurz nach der Vorstellung des Konzepts der ITG einen Gegenvorschlag von Seiten möglicher Investoren aus Hamminkeln, den die Verwaltung als guten und umsetzbaren Vorschlag eingeschätzt und diese Investoren ermutigt hat, diesen weiter zu verfolgen.

Dieser Vorschlag beinhaltete, wie jetzt auch von dem Verein gefordert, eine Bebauung mit bezahlbarem Wohnraum. Im Einzelnen waren 6 Reihenhäuser, ein Mehrfamilienhaus, ein Einfamilienhaus neben dem Pastorat, sowie der Erhalt der Scheune und der Schmiede vorgesehen. Die alte Katstelle sollte zu einem Café ungenutzt werden. Im vorderen Teil sollte nach den Plänen ein Ärztehaus entstehen. Dass diese Idee nicht weiter verfolgt wurde hat nach unserer Information zwei Gründe: zum Einen war eine Wirtschaftlichkeit nur sehr schwierig bis gar nicht darzustellen, zum Anderen gab es zwischen den Grundstückseigentümern und diesen Investoren keine Gespräche.

Hier jetzt den Kauf des Grundstücks durch die Stadt zu fordern kann ja nur bedeuten, dass man es den Investoren zu einem günstigeren Preis weiterverkaufen möchte, um die Wirtschaftlichkeit herzustellen. Diese Überlegung verbietet sich aus unserer Sicht, wenn man politische Verantwortung für die Stadt und deren Finanzen auch nur ansatzweise ernst nimmt.

Vor diesem Hintergrund immer wieder diese Forderung aufzustellen, kann man getrost als populistisch bezeichnen. Dies ist eventuell eine Möglichkeit betroffene und unzufriedene Wähler zu gewinnen, aber verantwortungsvoll für die weitere Entwicklung der Stadt und des Ortsteils ist das sicher nicht.

Wir wünschen uns, dass die Verwaltung mit den Investoren und Eigentümern im Gespräch bleibt, um eine gemeinsame Entwicklung sicher zu stellen. Ständige „Querschüsse“ helfen da nicht.“

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Adams
SPD Fraktionsvorsitzender