öffentliche Stadtverbandsitzung in Marienthal

öffentliche Stadtverbandsitzung in Marienthal. Vor der Versammlung fand eine Begehung mit Bürgern Marienthal statt. Überraschend kam das WDR-Fernsehen auch dazu.

Vor der Versammlung fand eine Begehung mit Bürgern Marienthal statt. Überraschend kam das WDR-Fernsehen auch dazu.

siehe

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-aktuell/video-kritik-am-hochwasserschutz-nrw-100.html

Nach der Begehung wurden die Themen mittels Beamer vertieft erläutert. Zusammenfassend sind folgende Wünsche  der Bürger festgehalten worden, zu denen wir unsere Unterstützung zugesagt haben:

  • Hochwasserschutzmaßnahmen an der Issel und insbesondere am „verlorenen Wasser, inklusive Erneuerung der Brücke am Kirchweg.
  • Umgestaltung des Platzes an der Isselbrücke (beim Gastank an der Pastor-Winkelmann-Strasse
  • Umsetzung von Querungshilfen in Marienthal auf der Pastor-Winkelmann-Straße und Einführung einer Tempo 30 Zone im Ortskern.
  • Ausbau der Bürgersteige im Ortskern auf beiden Seiten der Pastor-Winkelmann-Strasse.
  • Realisierung einer ganzjährig nutzbaren bzw. überdachten Spielstätte für die Marienthaler Abende. Inklusive am Abwasser angeschlossener Toiletten.
  • Schutz des Grundwassers und Stopp der Nitratverklappung aus Holland im Kreis Wesel

Zu Spielstätte erläuterte unser OV-Mitglied Bernd, dass zuvor durch die vorgesehenen Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt seien müssen, da sonst die Planung von der Bezirksregierung nicht genehmigt werden kann. Michael Möllenbeck will bei den Veranstaltern der Landesgartenschau nachfragen, ob man nicht nach Beendigung eine überdachte Bühne  preiswert erwerben kann.

Zu Tempo 30 wurde angeführt, dass Polizei und Straßen NRW die Verkehrssituation als unauffällig bezeichnen. Mein Statement hierzu:“ Das hatte ich in Brünen über Jahre auch schriftlich bekommen. Man muss halt dicke Bretter bohren um was zu erreichen.“ Immerhin hatte es ja schon einen Ratsbeschluss für zwei Querungshilfen gegeben, inclusive Bereitstellung der erforderlichen Mittel.

Bernd nutzte die Gelegenheit Jürgen Preuß aufzufordern im Falle seiner Wahl, mit dafür zu sorgen, dass die Aufgabenverlagerung des Bundes zu Lasten des Landes und der Kommunen auch  finanziell gesichert sein muss (Konnexitätsprinzip).

Jürgen Preuß spricht sich klar hierfür aus. Er führt nach seiner persönlichen Vorstellung als wichtige Punkte zur Daseinsfürsorge, insbesondere für den ländlichen Raum folgende Themen an:

  • Gesicherte Nahversorgung
  • Verkehrsanbindung (positiv – die Hamminkelner Bürgerbus-Initiative)
  • Gewerbe und Arbeitsplätze für die Region
  • Neue Technologien – Einbindung der Hochschule Rhein-Waal
  • Mietwohnungsbau auch für Niedrigverdiener
  • Unterstützung fürs Ehrenamt

Er zählt sich zu denen, die den Umweltschutz ausgesprochen ernst nehmen, ist aber der Meinung, dass nicht immer Naturschutzbelange Vorrang vor den Menschen haben müssen. Festgemacht hat er das, am Beispiel des geplanten Verlaufes der Zeelink-Gaspipeline.

Die Anwohner empfanden das auch so, gerade nach der von uns unterstützten Debatte gegen Windkraftanlagen in Ortsnähe Marienthal. Mittlerweile sind diese ja schon bei 200m Höhe angelangt.

Nach einem Dankeschön an die interessierten Bürger endet die öffentliche Sitzung.