Jusos: Skaterbahn in Hamminkeln völlig unzureichend

Am heutigen Nachmittag haben sich die Jusos Hamminkeln die neue Skaterbahn am Sportplatz an der Roßmühle angesehen und die anwesenden Skater dazu befragt.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Stadt hat die Bahn so minimalistisch wie möglich aufgebaut.
Die Sicherheitsabstände entsprechen auf den Zentimeter genau der gültigen DIN, damit fallen notwendige An- und Auslaufflächen weg.

Alle drei angeschafften Geräte sind nur mit schweren Einschränkungen nutzbar, Sprünge und Stunts kaum möglich.
„Der Spaßfaktor der Bahn ist gering“, so Jan Möllenbeck, Skater und zeitgleich Schatzmeister der Jusos. Durch ihn ist die junge politische Truppe auf das Thema aufmerksam gemacht worden.
Die Gefahr sei groß, dass die Bahn schnell uninteressant würde, erklärt Möllenbeck.
Die anderen Skater, elf an der Zahl, nicken dazu.
„Man kann die Geräte nicht benutzen, ohne gegen den Zaun zu prallen oder auf dem Sandboden zu landen“, ergänzt Henning Kant aus der Skatergruppe.

Der Sand ist das nächste Problem:
Die Skater können dort nicht ausrollen, werden abrupt gebremst, die Sturzgefahr ist hoch.
Außerdem gibt es keine Begrenzung zum angrenzenden Feld, der störende Sand gerät zunehmend auf die Bahn, wird bei Regen zu Matsch und Schlamm.
Dass es nicht mal einen asphaltierten Zugangsweg gibt, verschlimmert die Lage:
Der Sand verfängt sich in den Rillen der Schuhsohlen und wird noch weiter vertreten.
Die jungen Leute hatten eigens einen Besen mit, um den gröbsten Dreck zu entfernen.

Von den Jusos auf eine Beleuchtung angesprochen, winkt Dean Könning ab: „Das wäre nützlich, wir könnten dann im Herbst auch nachmittags noch Skaten. Aber die Stadt wird das Geld dafür nicht ausgeben.“
Kein Luxus – sondern notwendig, sagt zumindest Dieter Wischnewski.
„Dieses Beispiel zeigt, dass das Gegenteil von ,gut´ meist ,gut gemeint´ ist“, urteilt der Juso-Vorsitzende.
„Die Stadt muss nachbessern, in diesem Zustand ist die Bahn unbenutzbar und damit Geldverschwendung“, lautet das Urteil der Jusos.

Die Skater sind sehr bescheiden. Sie wünschen sich lediglich, dass die Bahn auf jeder Seite um zwei Meter erweitert und die Geräte anders angeordnet werden.
Sollte die Stadt das Geld dafür nicht aufbringen, wollen die Jusos Sponsoren suchen und das Projekt retten.
Denn sinnvoll finden alle die Skaterbahn.